Rechtsanwalt Zugewinn Hannover

DSC_1057-205x300Sofern die Ehegatten vor oder während der Ehe keine vertragliche Regelung (Ehevertrag) getroffen haben, leben sie in sogenannter Zugewinngemeinschaft. Diese beginnt ab dem Zeitpunkt der Eheschließung und endet in aller Regel mit dem Tod eines Ehepartners. Des Weiteren endet die Zugewinngemeinschaft ebenfalls mit der Trennung bzw. der wirksamen Scheidung.

Während der Zugewinngemeinschaft bleibt jeder Ehegatte grundsätzlich Alleineigentümer seines gesamten Vermögens. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob dieses erst im Laufe der Ehe erworben wurde. Auf der anderen Seite haftet jeder Partner auch alleine für sämtliche Verbindlichkeiten eigenständig. Eine gemeinschaftliche Haftung kommt somit nicht in Betracht.

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Sofern die Gemeinschaft beendet wird kommt es zum Zugewinnausgleich im Scheidungsrecht. Dabei ist entscheidend, dass der während der Ehe entstandene Zugewinn zwischen den Ehepartner zu gleichen Anteilen aufgeteilt werden muss. Demnach ist immer der erste Schritt, die Ermittlung des jeweiligen Zugewinns der beiden Ehepartner.

Der Zugewinn ist dabei die Differenz zwischen dem Anfangsvermögen zum Zeitpunkt der Eheschließung und dem Endvermögen zum Zeitpunkt der Scheidung. Wenn dieser ermittelt ist, werden die beiden Zugewinne der Ehepartner gegenübergestellt und verglichen. Sofern ein Ehepartner einen größeren Zugewinn beisitzt, ist er verpflichtet den Zugewinn des anderen Ehepartners hälftig auszugleichen, so dass im Ergebnis der Zugewinn für beide Eheleute identisch ist und damit ein gerechter Ausgleich stattfindet.

Nachfolgend ein kleines Beispiel zum Zugewinnausgleich:

Ehemann: Anfangsvermögen: 4.000 € und Endvermögen: 10.000 € Zugewinn: 6.000 €

Ehefrau: Anfangsvermögen: 2.000 € und Endvermögen: 4.000 € Zugewinn: 2.000 €

Der Ehemann und die Ehefrau haben beide jeweils einen Zugewinn. Der Unterschied beträgt dabei jedoch insgesamt 4.000 €. Da der Ehemann hier einen höheren Zugewinn besitzt, ist er verpflichtet eine Ausgleich zu Gunsten der Ehefrau durchzuführen. Er muss daher die Hälfte der Differenz an die Ehefrau ausgleichen. Dies sind vorliegend 2.000 €.

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