Berufung im Strafrecht

Rechtsanwalt Strafrecht HannoverIst vor dem Amtsgericht ein Urteil gesprochen worden, mit dem der Angeklagte nicht einverstanden ist, besteht die Möglichkeit Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. In Betracht kommt neben der Revision vor allem die Berufung. Ziel ist es vor allem nach der Berufung ein für den Betroffenen günstigeres Urteil zu erlangen. Dies kann unter Umständen ein Freispruch oder eine Strafaussetzung zur Bewährung sein.

Zulässigkeit der Berufung

Grundsätzlich ist die Berufung gegen alle erstinstanzlichen Urteile des Amtsgerichtes möglich. Eine Besonderheit existierte jedoch in der Strafprozessordnung (StPO) bei Verurteilungen zu einer Geldstrafe von nicht mehr als fünfzehn Tagessätzen, bei einer Verwarnung mit einem Strafvorbehalt von nicht mehr als 15 Tagessätzen, bei einer Verurteilung zu einer Geldbuße oder bei Freispruch oder Einstellung in Fällen, in denen die Staatsanwaltschaft nicht mehr als dreißig Tagessätze gefordert hatte. In diesen Fällen ist die Berufung nur dann zulässig, wenn die Berufung durch das höhere Berufungsgericht auch tatsächlich angenommen wird. Man spricht daher in der Praxis von einer Annahmeberufung.

Sind Sie mit Ihrem Urteil unzufrieden und möchten es unverzüglich prüfen, dann rufen Sie Rechtsanwalt Gramm aus Hannover unverbindlich an:

0511 450 196 60

Verbot der Schlechterstellung bei der Berufung

Unabhängig von der Einlegung der Berufung ist anzumerken, dass durch die Einlegung des Rechtsmittels des Angeklagten die Art und die Höhe der Rechtsfolgen der Tat nicht zum Nachteil der verurteilten Person durch das Berufungsgericht verändert werden darf. Das bedeutet, es durch die Einlegung der Berufung kann sich das Urteil nicht verschlechtern.

Hinweis: Ein Urteil kann sich durch Einlegung einer Berufung nicht verschlechtern!

Einlegungsfrist der Berufung

Sofern ein Urteil mit Rechtsmittel angegriffen werden soll, ist die Rechtsmittelfrist zu beachten. Die Berufung ist nur innerhalb von einer Woche nach mündlicher Urteilsverkündung möglich. Ist diese Frist abgelaufen, dann ist das Urteil rechtskräftig und kann vollstreckt werden. Dementsprechend ist es ratsam, unmittelbar nach der Verkündung einen Strafverteidiger zu konsultieren, um schnell eine Entscheidung zu treffen.

Ihr Anwalt Gramm für Strafrecht in Hannover steht Ihnen bei Fragen zur Berufung unterstützend zur Seite:

0511 450 196 60

Wirkung der Berufungseinlegung

Wird die Berufung rechtzeitig beim zuständigen Strafgericht eingelegt, dann wird die Rechtskraft des Urteils gehemmt. Das bedeutet, dass das Urteil während der Dauer des Rechtsmittelverfahrens nicht von der Staatsanwaltschaft als Strafvollstreckungsbehörde vollstreckt werden kann.

 Chancen einer Berufung?

Sobald die Berufung gegen ein Urteil eingelegt wurde, erfolgt über den Anwalt die Akteneinsicht. Nach der Durchsicht der Akte ist eine Aussage über die Erfolgsaussichten einer Berufung möglich. Wichtig ist jedoch, dass aufgrund des bereits angesprochenen Verbotes der Verschlechterung des Urteils, eine Berufung fristgerecht eingelegt werden sollte.

Ich freue mich auf Ihren Anruf!
unterschrift
 Sascha Gramm

Anwalt Strafrecht in Hannover

Gerne können Sie auch das Kontaktformular nutzen. Ich werde mich anschließend umgehend bei Ihnen melden!