Bewährungswiderruf im Strafverfahren

Rechtsanwalt Strafrecht HannoverIm deutschen Strafrecht können Freiheitsstrafen bis zu einer Dauer von zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden. Ob eine Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt wird, hängt von mehreren Faktoren ab. So wird die Strafe vor allem dann, wenn zu erwarten ist, dass der Verurteilte sich schon die Verurteilung zur Warnung dienen lassen und künftig auch ohne die Einwirkung des Strafvollzugs keine Straftaten mehr begehen wird, zur Bewährung ausgesetzt.

Wann kann die Bewährung widerrufen werden?

Eine ausgesprochene Bewährungsstrafe kann widerrufen werden. Vor allem kann sie dann widerrufen werden, wenn der Verurteilte

  • in der Bewährungszeit eine Straftat begeht und dadurch zeigt, dass die Erwartung, die der Strafaussetzung zugrunde lag, sich nicht erfüllt hat,
  • gegen Weisungen gröblich oder beharrlich verstößt oder sich der Aufsicht und Leitung der Bewährungshelferin oder des Bewährungshelfers beharrlich entzieht und dadurch Anlass zu der Besorgnis gibt, dass sie erneut Straftaten begehen wird, oder
  • gegen Auflagen gröblich oder beharrlich verstößt.

Bewährungswiderruf erhalten, was ist zu tun?

Sofern das zuständige Strafgericht die Bewährung widerruft, dann ist das Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde möglich. Diese ist innerhalb einer Woche durch einen Rechtsanwalt einzulegen. Daher ist Eile geboten, damit die Frist eingehalten wird und kein Haftantritt droht.

Für Ihre Fragen steht Ihnen Strafverteidiger Gramm als Rechtsanwalt für Strafrecht gerne zur Verfügung:

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unterschrift
Sascha Gramm

Rechtsanwalt, Strafrecht in Hannover